Sonntag, 25. Juli 2010

In und um Albersdorf wird mit neuen Methoden unterrichtet und geforscht


(aktualisiert am: 29. Juli 2010)


Vom 18. Juli bis 2. August 2010 richtet die Universität Kiel unter Koordination von Prof. Dr. Wolfgang Rabbel, UNI Kiel, in Albersdorf (Dithmarschen) unter dem Titel INCA-2010(*) den dritten Internationalen Kurs für ArchäoGeophysik aus. In der ArchäoGeophysik nutzt man geophysikalische Messungen, um archäologische Funde und Siedlungsreste im Untergrund zerstörungsfrei zu orten und zu untersuchen.

* INCA steht für International Course on ArchaeoGeophysics

Die Wissenschaftler und Studenten der Universitäten Bratislava (Slowakei), Kiel und Kocaeli (Izmit, Türkei) untersuchen in unserer Gemeinde den Untergrund mit den neuesten Methoden der Geophysik. Es sind 50 Studierende und Dozenten in dieser Arbeitsgruppe. In den verschiedenen Disziplinen werden die Studenten eingewiesen und unterrichtet. Die Ergebnisse können dann interdisziplinär ausgewertet werden und somit zur weiteren Verbesserung der "eigenen" Untersuchungsmethode führen.

Mit Bodenradar, Geomagnetik und Bodenelektrik tomographieren sie unsere Großgräber aus der Steinzeit und das geheimnisvolle Erdwerk von Albersdorf. Unter der mittelalterlichen Kirche von Albersdorf wird nach unbekannten Krypten und Hohlräumen gesucht - mit Bodenradar und einer hochgenauen Vermessung des Erdschwerefeldes.


Vor und in der St. Remigius Kirche in Albersdorf werden hochsensible Schwerkraft-Messungen unter der Leitung von Prof. Dr. Roman Pasteka (Bratislava), Dr. Sabine Schmidt und Prof. Dr. Hans-Jürgen Götze (beide Kiel) und ihren beiden Teams durchgeführt. Die Geräte, mit denen die Schwerekraft der Erde bestimmt wird, - so genannte Gravimeter - sind neue und teure Errungenschaften der Abteilung Geophysik an der CAU Kiel und der Comenius Universität Bratislava. Beide Geräte sind sehr empfindliche Federwaagen, die das Erdschwerefeld bis auf die achte Nachkommastelle genau bestimmen können. Während das Gerät der Kieler Uni aus einem feinen Stahlfedersystem mit viel präziser Elektronik im Inneren aufgebaut ist, besteht das Gerät der Uni Bratislava aus einem feinen Quarzfedersystem, das ebenfalls von moderner, elektronischer Messtechnik umgeben ist. Beide Geräte funktionieren dann so, dass zwischen zwei Kondensatorplatten die sehr kleinen Probemassen elektrisch so positioniert werden, dass sie sich exakt in der Mitte dieses Kondensatorfeldes befinden. Die benötigte "Korrekturspannung" ist proportional zum relativen Messwert und zwar an jedem Messpunkt. Da in der Physik bereits vor langer Zeit (von Sir Isaac Newton, 1643 - 1727) nachgewiesen wurde, dass sich zwei Massen gegenseitig anziehen, werden auch die Probemassen in den Gravimetern von den Massen im Untergrund der Erde ganz unterschiedlich angezogen: Ist die lokale Masse groß, ist auch die Anziehung und die Auslenkung des Federsystems groß, ist sie klein - wie z.B. bei einem Hohlraum mit dem spezifischen Gewicht der Luft von "0 t/m3" - ist Anziehung und Federauslenkung ebenfalls klein. Übertragen auf die Verhältnisse in und vor der Remigiuskirche bedeutet das, dass z. B. die Feldstein- und Backsteinmauern der Kirche eine beachtliche Anziehung auf die Geräte ausüben und mit Hilfe von Computerprogrammen aus den Messwerten herausgerechnet werden müssen, um eventuell vorhandene Hohlräume - z.B. im Altarraum der Kirche - überhaupt erst erkennen zu können. Die von allen störenden Einflüssen "befreiten" Messergebnisse geben dann Rückschlüsse auf den Untergrund unter den Messstationen. Auf diese Weise können nach aufwändigem Prozessing mit dem Computer Hohlräume bestimmt werden: z.B. Krypten und Grab-Hohlräume. Die Messmethode, bei der mit Punktabständen von einem oder einem halben Meter gearbeitet wird - wie jetzt in Albersdorf -, wird Mikro-Gravimetrie genannt. Bei den bisherigen Messungen vor dem Eingang der Kirche sowie im Altarraum sind bereits Hinweise auf solche "anomalen" Massen sichtbar; ob es sich wirklich um Hohlräume handelt, oder um andere Objekte, müssen die Auswertungen der Wissenschaftler und Studierenden des INCA-Kurses in den nächsten Tagen zeigen. Die sich anschließenden Messungen mit dem Bodenradar können beim Auftreten von deutlichen Anomalien der Mikrogravimetrie im Untergrund zu Vergleichzwecken herangezogen werden und bei der Interpretation wichtige Hinweise liefern. (Dank an Prof. Dr. Götze für die Fachauskunft)













(Messungen außerhalb der Kirche und ein Teilergebnis in der Kirche)



Am Dieksknüll sind die Georadar- und Geomagnetikmessungen mit zwei Gruppen unter Leitung von Herrn Harald Stümpel, UNI Kiel mit seinen Mitarbeiterinnen u. a. Tina Wunderlich, Vera Glomb und Dr. Dennis Wilken. Das installierte Differential-GPS ermöglicht Messungen mit einer Genauigkeit von ca. 5 cm pro Meßpunkt. Nach der ausgewerteten Messung kann auch die Topographie angepasst werden um einen klareren Überblick über das Meßergebnis zu erhalten























Der Brutkamp wurde am Vortage von Dr. Dennis Wilken mit seiner Gruppe Geo-Elektrisch, Geo-Radar und seismisch untersucht.

Bei den Langbetten am Horstenmoorweg waren 3 Gruppen mit verschiedenen Techniken am Werke. Michael Lay untersuchte das Langbett mit EMI (Elektro-Magnetischer-Impuls) -Meßgeräten.












Während die Gruppe um Kerstin Lehmann, die mit einer Meßmethode die Natürliche-Gamma-Strahlung über das Langbett aufspürt und daraus Rückschlüsse auf den Untergrund zieht.
Dozentin "Jana" und Peter Demjan von der UNI aus Bratislava, Slowakei unterstützen sie dabei.
Die Meßmethode mit der natürlichen Gamma-Strahlung "erkennt" bzw. kann Unterschiede in z.B. Ton-, Sand- und Humusschichten oder Steinen (Auflösung in 25 cm Quadranten) unterhalb der Bodenoberfläche aufspüren. Diese Methode steckt noch in den "Kinderschuhen" kann aber auch zum Vergleich mit den anderen Disziplinen herangezogen werden.


videoLangbett Bredenhoop video

(links: Dr. Rinne und Florian Bauer mit den Studentinnen Eva und Lenka, rechts: Schwenk übers Langbett voller Studenten, Amateuraufnahmen, HHk)


Eine weitere Gruppe unter der Leitung von Dr. Christoph Rinne war mit einer Magnetsonde im Umfeld des Langbettes mit Messungen beschäftigt. Diese Gruppe hat Standspuren weiterer inzwischen entfernter Steine des oder eines weiteren Langbettes in ihren Messungen "entdeckt".

Die Ergebnisse werden am 1.08. in der Jugendherberge Albersdorf ab 14:00 Uhr der interessierten Öffentlichkeit präsentiert.

Zur offiziellen Seite des Kurses "international summer school" INCA 2010
(official Poster)


Im Jahr 2008 war die "international summer school" (INCA) in der Türkei und und im Jahr 2009 in der Slowakei.
INCA 2008 (official Poster)
INCA 2009 (Newsletter PDF)

Zur Erläuterung der einzelnen Mess-Methoden eine Kurzbeschreibung über die Teildisziplinen:
Was ist Geo-Physik,
Geo-Radar,
Geo-Elektrik,
Geo-Magnetik,
Seismik



Hier der Mitschnitt des Beitrags aus dem Schleswig-Holstein Magazin vom 23.07.2010


video

Bericht: Lornz Lorenzen
© 2010 Norddeutscher Rundfunk

Donnerstag, 8. April 2010

Das Erdwerk auf dem Dieksknöll bei Albersdorf wird wissenschaftlich untersucht

In der Zeit vom 23. Februar 2010 bis Ende April 2010 finden am archäologischen Kulturdenkmal "Erdwerk auf dem Dieksknöll" in Albersdorf archäologische Grabungsarbeiten statt.


(Luftbild von 1992, Dr. Arnold, Bildarchiv Museum für Archäologie und Ökologie Dithmarschen in Albersdorf)

Im Sommer 1992 wurde auf dem Sporn des Dieksknöll durch Volker Arnold aus der Luft eine Grabenanlage entdeckt. Anschließend an die Forschungen, welche kurz nach der Entdeckung der Anlage durchgeführt wurden, ist durch das Institut für Ur- und Frühgeschichte der Christian-Albrechts Universität Kiel in Zusammenarbeit mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein sowie dem Archäologisch - Ökologischen Zentrum Albersdorf in diesem Jahr eine weitere Untersuchung des Dieksknöll geplant.






Diese wissenschaftliche Untersuchung des Kulturdenkmals "Erdwerk auf dem Dieksknöll" ist eine Maßnahme aus dem Schwerpunktprogramm "Frühe Monumentalität und soziale Differenzierung. Zur Entstehung und Entwicklung neolithischer Großbauten und erster komplexer Gesellschaften im nördlichen Mitteleuropa".

Hierbei werden die Voraussetzungen, wodurch die Menschen in die Lage versetzt wurden und den Willen entwickelt haben, die beeindruckenden Grabanlagen zu bauen, wie sie zum Beispiel der "Brutkamp" hier in Albersdorf verkörpert, vor etwa 5500 Jahren erforscht
Dazu fanden bereits im letzten Jahr die Untersuchungen am "Brutkamp" aber auch in den nächsten Jahren Grabungen und auswertende Untersuchungen in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen statt, überall dort also, wo es Großsteingräber oder auch monumentale Grabenwerke gegeben hat. Innerhalb des Schwerpunktprogrammes arbeiten viele wissenschaftliche Disziplinen mit der jeweils eigenen Methodik eng zusammen, um die erhobenen Daten aus den verschiedenen Fundstellen auszuwerten und zusammen zu führen. Ziel ist es, möglichst weitreichend die gesamten Umweltbedingungen der steinzeitlichen Menschen wie zum Beispiel Klima und Landschaft zu rekonstruieren, um so günstige und weniger günstige Bedingungen für die Entstehung von "Monumentalität" heraus zu filtern (zum Beispiel Nahrungsmittelüberschuss, Krankheitsbilder, gesellschaftliche Spannungen usw.).

Bevor die Grabung am Kulturdenkmal "Erdwerk auf dem Dieksknöll" begonnen wurde, fanden verschiedene geophysikalische Untersuchungen (Geomagnetik, Geoelektrik und Georadar) statt.
Aufbauend auf den geophysikalischen Ergebnissen der 1990er Jahre sowie diesen Jahres, dem Luftbild von Volker Arnold sowie ersten Probegrabungen, welche ebenfalls Mitte der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts durchgeführt wurden, wird der diesjährige Schnitt geplant. Dabei soll im Zuge eines ca. 440 m² großen Ausgrabungsareals vor allem der Bereich vor den Gräben, die Gräben und die Palisadenanlage, eine Torkonstruktion und ein kleiner Teil der Innenanlage erforscht werden um möglichst viel über die Anlage und ihre Erbauer zu erfahren.

Am 15.04.2010 laden wir zum "Tag der offenen Tür" alle Interessierten ein, sich über die andauernden Arbeiten am Dieksknöll und erste Ergebnisse zu informieren.

(Zum Vergrößern der Ansicht auf die Bilder klicken und mit "Strg" und "+/-" die Ansicht anpassen)




















Aufnahmen: Januar 2010


Die Sondierungsmaßnahmen auf dem "Dieksknöll" wurden mit dem Bodenradar (gezogen) und als Geschwindigkeitsmessung (zwischen zwei definierten Entfernungen) durch den Dipl.-Geophysiker Ercan Erkul mit seinem Team durchgeführt. Bei der Geo-Elektrik (Widerstandsmessung des Untergrundes) gab es nur geringe Rückschlüsse auf die Bodenschichten in die Tiefe, hierbei werden z. B. auf einem Messstrang mehrere Ansteuerungspunkte und einige Messpunkte für die Computerauswertung aufgebaut. Der Dipl.-Geophysiker mit seinem Team unterstützt von Hauke Dibbern und Franziska Hage führten diese Messungen durch.
Die Geomagnetik war bei dieser Untersuchung nicht so aussagekräftig
.
Durch Vergleiche dieser verschiedenen angewandten Geo-Wissenschaften (Magnetik, RADAR und Elektrik) mit den tatsächlichen Funden und Befunden lassen sich heute interdisziplinäre Ergebnisse erreichen die früher undenkbar waren.

Aufbauend auf den geophysikalischen Ergebnissen, welche weitere Details der Grabenanlage vermuten lassen, wurde der diesjährige Schnitt angelegt. Dieser liegt im vermeintlichen Durchlass, einem besonderen "Torbereich" mit Querriegel (siehe Luftbild), im östlichen Bereich des Erdwerks. Der archäologische Bodeneingriff an der über fünf Jahrtausende alten Grabenanlage mit dahinter liegender Palisade lässt auf weitere Erkenntnisse zu diesem speziellen Themenbereich hoffen. Um ein möglichst genaues Bild des Grabens und der Palisade zu erhalten wurden mehrere Schnitte angelegt, welche das Profil und die Struktur der gesamten Anlage deutlich werden lassen. Zusätzlich wurden im Innenraum des Erdwerkes an signifikanten Punkten Bodenproben zur Phosphatdichte und Botanikanalyse (Pollen) entnommen um evtl. Rückschlüsse zur Nutzung des Erdwerkes dadurch bestimmen bzw. ausschließen zu können. Alle Funde und Befunde (Graben, Querriegel und Palisaden sowie Gruben und Feuerstellen wurden punktgenau mit einem Tachymeter eingemessen.

Die Forschungsinitiative erfolgt durch Claus von Carnap Bornheim (Leiter des Archäologischen Landesamtes Schleswig-Holstein), Johannes Müller (Professor für Ur- und Frühgeschichte an der Christian-Albrechts-Universität) und Doris Mischka (Wissenschaftliche Assistentin am Institut für Ur- und Frühgeschichte der Christian-Albrechts-Universität). Die Grabungsmannschaft setzt sich aus Kieler-Studenten der Ur- und Frühgeschichte und weiteren deutschen Universitäten zusammen. Die örtliche Grabungsleitung obliegt Franziska Hage, welche zusammen mit Hauke Dibbern als Doktorand an dem Teilprojekt "Monumentale Grabenwerke, nichtmegalithische und megalithische Grabbauten des Früh- und Mittelneolithikums in Schleswig-Holstein: Untersuchungen zu Baugeschichte, Datierung, Funktion und Landschaftsbezug der Kleinregionen Büdelsdorf und Albersdorf" angestellt wurde.

So wird die Sondage am "Brutkamp" aus dem Jahr 2009 und die diesjährige Grabung am "Erdwerk auf dem Dieksknöll bei Albersdorf" in einer Reihe weiterer Untersuchungen in den nächsten zwei bis fünf Jahren fortgesetzt werden.



Zu den bisher entdeckten Fundstücken zählen einige Keramik- (verziert) und mehrere Flintartefakte.












Ende April ist alles wieder zurückgebaut.
Das Erdwerk liegt dann wieder "versteckt" unter der landwirtschaftlichen Nutzung des Ackers.


Der Bagger verläßt den Acker und der Güllewagen ist schon dort.



Eine Dia-Schau zeigt eindrucksvoll die Arbeiten und Funde/Befunde am Erdwerk.
(Bild anklicken für Bildunterschriften bzw. Kommentare)




Die Beteiligten Institute bzw. Einrichtungen mit weiteren Informationen bzw. Links:

DFG - science-tv





Giganten der Steinzeit

Die Spur der Steine: Von Dolmen, Gräbern und ihren Erbauern




Schwerpunkt Monumentalität





Archäologisches Landesamt Schleswig-Holstein






Christian-Albrechts-Universität Kiel









Archäologisch-Ökologische Zentrum Albersdorf








Museum für Archäologie und Ökologie Dithmarschen





Text: Auszug aus der Pressemitteilung, Grabungsleitung: Franziska Hage (M.A.) und Dipl.-Prähist. Hauke Dibbern, UNI-Kiel
Fotos und Dia-Schau: Heino Hünken, Vertrauensmann Denkmalschutz

Montag, 11. Januar 2010

Steinzeitpark Albersdorf im Außengelände mit neuen Attraktionen

Außengelände des Steinzeitparks Albersdorf wird erweitert


Im Rahmen des vom Land Schleswig-Holstein und dem Kreis Dithmarschen unterstützten Projektes „ARCHAEUMAusstellungs- und Bildungszentrum zur Archäologie und Umweltgeschichte der Westküste von Schleswig-Holstein“ werden im Außengelände des Archäologisch-Ökologischen Zentrums Albersdorf (AÖZA) seit Ende 2009 mehrere Bereiche zur Steigerung der Attraktivität, aber auch zur Erweiterung des pädagogischen Angebots neu gestaltet bzw. neu eingerichtet.


(Bitte auf das Bild klicken)



Auf dieser Karte sind die wesentlichen Maßnahmen zum Ausbau des Steinzeitdorfs zu erkennen, die bis Mitte 2011 fertiggestellt sein sollen.



Auf wissenschaftlicher Grundlage entstehen dabei in enger Zusammenarbeit mit dem Ökologie-Zentrum der Universität Kiel und AGIL, dem Lüneburger Büro für angewandte Archäologie, neue Stationen, die den Besuchern auf anschauliche und praktische Weise das Thema „Leben in der Steinzeit“ nahe bringen. Die im Außengelände neu zu präsentierenden Themen dienen dabei alle der Verbesserung der praktischen Möglichkeiten des Besuchers zur Wahrnehmung der Mensch-Umwelt-Beziehung in der Vergangenheit und in der Gegenwart. Das gesamte Projekt soll Mitte 2011 abgeschlossen sein, zur Saison 2010 werden jedoch bereits viele Arbeiten umgesetzt und fertiggestellt sein.
Um was geht es dabei konkret?













Im Albersdorfer Steinzeitdorf sollen ab Anfang 2010 neue Steinzeithäuser gebaut werden.


- Der Bau von zwei neuen Steinzeithäusern nach den Vorbildern der bei Kiel gelegenen Fundplätze von Rastorf (Frühneolithikum) und Flintbek (Spätneolithikum). Davon soll ein Haus als eingerichtetes Steinzeithaus (Flintbek) und eines als Multifunktionshaus, z. B. für Übernachtungen für Gruppen und/oder Familien mit Kindern (Rastorf) dienen. Die Häuser werden in Zusammenarbeit mit dem Zimmereibetrieb Renfranz, Witzwort, und der Dachdeckerei Ohm, Wesselburen, erstellt.- Der Bau von 3 Info-Pavillons als ca. 4 x 4 m große Hütten, die als Informationsplätze über die vor Ort sichtbaren Spuren der Landschaftsgeschichte als auch als für Picknickpausen nutzbare Wetterunterstände dienen.










Aus dem nördlichen Jütland sind jungsteinzeitliche „Kulthäuser“ bekannt, die vermutlich im Rahmen von Bestattungszeremonien eine Rolle spielten. Ein originalgetreuer Nachbau soll in Zusammenarbeit mit der Zimmerei Maren Meyer-Kohlus aus Tönning erstellt werden.




- Die Einrichtung eines Audio-Guide-Systems für das AÖZA-Gelände. Mit Hilfe des Audio-Guide-Systems sollen den großen und kleinen Besuchern altersspezifische Informationen in Form von Einspielungen geboten werden. Die Möglichkeit für verschiedene thematische Rundwanderwege wird damit gegeben.
- Der Bau eines Zaunes, teilweise als „lebender (Busch-)Zaun“. Wesentlich für die Gewährleistung der Wirtschaftlichkeit des AÖZA ist eine partielle Abgrenzung des AÖZA-Geländes nach außen. Mehrere Eingänge sind in Form von Drehkreuzen vorgesehen, die mit Hilfe eines Chip-Systems bedient werden. Geplant ist diese auch aus Versicherungsgründen wichtige Umzäunung im Bereich vom Empfangsgebäude am AÖZA-Parkplatz über das Steinzeitdorf bis zum nördlichen Waldbereich. Eine Einzäunung des gesamten AÖZA-Geländes ist nicht geplant. Die (kosten)freie Nutzbarkeit des Steinzeitparks als Naherholungsgebiet und Naturerlebnisraum bleibt bestehen.
- Die Anlage eines „archäologischen“ Naturspielplatzes (z. B. mit einer „archäologischen“ Kletteranlage, einer „Wolfsfanggrube“, mit aus Steinen und einem ausgehöhlten Klangbaum bestehenden Klangstationen, mit einer „Tierweitsprunggrube“ mit Angabe der Sprungweite verschiedener Tiere und einem „Expeditionsauto“) ist am AÖZA-Parkplatz vorgesehen. Hier soll auch ein Ausgrabungsbereich für (kleinere) Kinder fest installiert werden, in welchem „archäologische“ Strukturen wie Feuerstellen und kleine Funde wie Keramikscherben mit Handschaufel und Sieb zu entdecken sind.












Leben im Albersdorfer Steinzeitdorf.


- Die Anlage eines Teiches für Einbaumfahren:
Ein ca. 400 m² großer und ca. 1 m tiefer Teich soll für das Fahren mit mindestens 3 Einbäumen angelegt werden. „Steinzeitliche Einbaumrennen“ werden dann möglich sein.
- Eine „Erosionssimulation“: Im südöstlichen Randbereich des Steinzeitdorfs soll eine als „Erosionssimulation“ bezeichnete Konstruktion an einem Hang angelegt werden. Hier werden die durch bodenkundliche Forschungen nachgewiesenen Abtragungsphänomene der Steinzeit und des Mittelalters anschaulich dargestellt, so dass sie von Kindern nachvollzogen werden können. Hier wird es auch die Möglichkeit eigener Aktivität für Groß und Klein in Form von Bewässerungsexperimenten mit einer Brunnenpumpe geben.
- Die Rekonstruktionen von Steinzeitgrabformen: Bei den vorgesehenen Rekonstruktionen steinzeitlicher Grabformen handelt es sich um Anlagen, die im AÖZA-Gelände nicht im Original vorhanden sind, die aber aus der Jungsteinzeit überliefert sind. Konkret handelt es sich um frühe Langbetten in Holzbauweise und um „normale“ Erd- und Brandbestattungen. Ein Großsteingrab soll im Zustand der Erbauung gezeigt werden.
- Ein begehbarer Grabhügel ist auf halbem Weg zum Steinzeitdorf geplant. Hier werden Einblicke in eine „bronzezeitliche Bestattung“ mit Baumsarg und entsprechenden Beigaben möglich sein. An zwei Stellen sollen bekleidete Figuren mit bronzezeitlicher Kleidung aufgestellt werden, die per Audioguide über ihr Leben in der Bronzezeit berichten.
Neben den bereits genannten Maßnahmen sind weitere Neuanlagen vorgesehen, dazu gehören u. a. die Errichtung eines kleinen „Kulthauses“ vom Typ Tustrup im Steinzeitdorf, das auch als Vorlage für die Info-Pavillons dient, sowie der Bau einer „steinzeitlichen“ Opferstelle (mit Bohlenweg, Holzplattform und Palisade) am neu anzulegenden Teich als faszinierende Aktionsstationen.
Die Gesamtkosten für die Erweiterungsmaßnahmen liegen bei ca. 750.000,- €. Die Gemeinde Albersdorf als Projektträger erhält dafür als von Konversion betroffener Standort eine 70%ige Förderung durch das Land Schleswig-Holstein aus dem „Zukunftsprogramm Wirtschaft“ sowie weitere Fördermittel vom Förderfonds Nord der Metropolregion Hamburg. Auch die Umwelt-Lotterie BINGO hat eine Förderzusage in Höhe von € 80.000,- an den Förderverein AÖZA e. V. für den Bau der Infopavillons, der Erosionssimulation und anderer Einrichtungen gegeben.

Dr. Rüdiger Kelm, Albersdorf

Donnerstag, 24. September 2009

Der Brutkamp wird erstmalig wissenschaftlich untersucht

In der Zeit vom 17. August 2009 bis Ende September 2009 finden am archäologischen Kulturdenkmal "Brutkamp" in Albersdorf archäologische Sondagearbeiten statt.
(Brutkamp, Bildarchiv Servicegebäude)
Diese erste wissenschaftliche Untersuchung des Kulturdenkmals "Brutkamp" ist eine Maßnahme aus dem Schwerpunktprogramm "Frühe Monumentalität und soziale Differenzierung zur Entstehung und Entwicklung neolithischer Großbauten und erster komplexer Gesellschaften in nördlichen Mitteleuropa". Hierbei werden die Voraussetzungen vor etwa 5500 Jahren erforscht.
Dazu finden bereits zur Zeit aber auch in den nächsten Jahren Grabungen und auswertende Untersuchungen in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen statt, überall dort also, wo es Großsteingräber oder auch monumentale Grabenwerke gegeben hat. Innerhalb des Schwerpunktprogrammes arbeiten viele wissenschaftliche Disziplinen mit der jeweils eigenen Methodik eng zusammen, um die erhobenen Daten aus den verschiedenen Fundstellen auszuwerten und zusammen zu führen. Ziel ist es, möglichst weitreichend die gesamten Umweltbedingungen der steinzeitlichen Menschen wie zum Beispiel Klima und Landschaft zu rekonstruieren, um so günstige und weniger günstige Bedingungen für die Entstehung von "Monumentalität" heraus zu filtern (zum Beispiel Nahrungsmittelüberschuss, Krankheitsbilder, gesellschaftliche Spannungen usw.).

Drei Poster erklären diese wissenschaftliche Aktion ausführlich.

(Zum Vergrößern der Ansicht auf die Bilder klicken und mit "Strg" und "+" die Ansicht anpassen)










(Legende zu Poster 1)

















Bevor die Sondage am Hügel des Kulturdenkmals "Brutkamp" angelegt wurde, fanden verschiedene geophysikalische Untersuchungen (Geomagnetik und Georadar) sowie eine Bestandsaufnahme des derzeitigen Zustandes der Anlage (3-dimensionale Vermessung) statt. Aufbauend auf den geophysikalischen Ergebnissen, welche weitere Findlinge bzw. deren Standgruben vermuten lassen, wurde der diesjährige Schnitt angelegt. Dieser stellt den ersten archäologischen Bodeneingriff an der über fünf Jahrtausende alten Grabanlage dar. Um ein möglichst genaues Bild des Hügelaufbaus zu erhalten wurde ein L-förmiger Schnitt angelegt, welcher in 12 Quadranten unterteilt wurde. Zusätzlich werden alle Steine und signifikanten Funde punktgenau mit einem Tachymeter eingemessen.




























Am Ende der Sondierungsmaßnahmen am "Brutkamp" wurde auch die Geo-Elektrik eingesetzt. Dieses Verfahren basiert auf einer Widerstandsmessung des Untergrundes und lässt so Rückschlüsse auf die Bodenschichten bis in die Tiefe von einigen Metern zu. Hierbei werden z. B. auf einem Messstrang 40 Ansteuerungspunkte und 4 Messpunkte für die Computerauswertung genutzt. Der Dipl.-Geophysiker Ercan Erkul mit seiner Assistentin Sarah Held führten diese Messungen durch. Durch Vergleiche dieser verschiedenen angewandten Geo-Wissenschaften (Magnetik, RADAR und Elektrik) mit den tatsächlichen Funden und Befunden lassen sich heute interdisziplinäre Ergebnisse erreichen die früher undenkbar waren.

Das Forschungsvorhaben wurde initiiert durch Johannes Müller (Professor für Ur- und Frühgeschichte an der Christian-Albrechts-Universität), Doris Mischka (Wissenschaftliche Assistentin am Institut für Ur- und Frühgeschichte der Christian-Albrechts-Universität) und Claus von Carnap Bornheim (Leiter des Archäologischen Landesamtes Schleswig-Holstein).
Die Grabungsmannschaft setzt sich aus Studenten der Ur- und Frühgeschichte aus Kiel und Jena zusammen sowie mehreren freiwilligen Helfern des AÖZA und eines Praktikanten.
Die örtliche Grabungsleitung obliegt Hauke Dibbern, welcher zusammen mit Franziska Hage als Doktorand an dem Teilprojekt "Monumentale Grabenwerke, nichtmegalithische und megalithische Grabbauten des Früh- und Mittelneolithikums in Schleswig-Holstein: Untersuchungen zu Baugeschichte, Datierung, Funktion und Landschaftsbezug der Kleinregionen Büdelsdorf und Albersdorf" angestellt wurde.
Die Sondage am "Brutkamp" bildet den Anfangspunkt einer Reihe von Untersuchungen in den nächsten zwei bis sechs Jahren.
Im nächsten Jahr finden archäologische Feldarbeiten am Grabenwerk Dieksknöll südwestlich von Albersdorf statt.


Zu den bisher entdeckten Fundstücken zählen neben einem möglichen Bernsteinanhänger, verschiedene Feuersteingeräte (u.a. ein Dolch) sowie Keramik. Der Brutkamp ist für die Arbeiten vom THW abgesichert worden, um sowohl das Denkmal als auch die Grabungsteilnehmer zu schützen. Am 06.10.2009 ist alles wieder zurück gebaut.
Der Brutkamp hat wieder seine "Ruhe" und wartet auf Besucher.


Eine Dia-Schau zeigt eindrucksvoll die Arbeiten und Funde am Kulturdenkmal.
(Bild anklicken für Bildunterschriften bzw. Kommentare)



Die Beteiligten Institute bzw. Einrichtungen mit weiteren Informationen bzw. Links:

DFG - science-tv

Giganten der Steinzeit

Die Spur der Steine: Von Dolmen, Gräbern und ihren Erbauern




Schwerpunkt Monumentalität





Archäologisches Landesamt Schleswig-Holstein






Christian-Albrechts-Universität Kiel









Archäologisch-Ökologische Zentrum Albersdorf








Museum für Archäologie und Ökologie Dithmarschen





Texte aus der Pressemitteilung, Grabungsleitung: Dipl.-Prähist. Hauke Dibbern und Franziska Hage, M.A., UNI-Kiel
Poster: Grabungstechnikerin und Grafikerin Ines Reese, UNI-Kiel
Fotos Dia-Schau: Heino Hünken, Vertrauensmann Denkmalschutz

Montag, 14. September 2009

Mehr Steinzeit für das AÖZA!

Zu den Planungen im Außengelände des Steinzeitparks Albersdorf


Im Rahmen des vom Land Schleswig-Holstein und dem Kreis Dithmarschen unterstützten Projektes „ARCHAEUM – Ausstellungs- und Bildungszentrum zur Archäologie und Umweltgeschichte der Westküste von Schleswig-Holstein“ sollen im Außengelände des Archäologisch-Ökologischen Zentrums Albersdorf (AÖZA) mehrere Bereiche zur Steigerung der Attraktivität, aber auch zur Erweiterung des pädagogischen Angebots neu gestaltet bzw. neu eingerichtet werden. Auf wissenschaftlicher Grundlage werden dabei in enger Zusammenarbeit mit dem Ökologie-Zentrum der Universität Kiel neue Stationen entstehen, die den Besuchern auf anschauliche, spannende und praktische Weise das Thema „Leben in der Steinzeit“ nahe bringen. Die im Außengelände neu zu präsentierenden Themen dienen dabei alle der Verbesserung der praktischen Möglichkeiten des Besuchers zur Wahrnehmung der Mensch-Umwelt-Beziehung in der Vergangenheit und in der Gegenwart. Um was geht es dabei konkret?
- Der Bau von zwei neuen Steinzeithäusern nach den Vorbildern von Rastorf (Frühneolithikum) und Flintbek (Spätneolithikum), davon Nutzung eines Hauses als eingerichtetes Steinzeithaus (Flintbek) und eines als Übernachtungshaus für Gruppen und/oder Familien mit Kindern (Rastorf).
- Der Bau von 3 Info-Pavillons als ca. 4 x 4 m messende Hütten, die als sowohl Groß und Klein ansprechende Informationsplätze über die vor Ort sichtbaren Spuren der Landschaftsgeschichte als auch als für Picknickpausen nutzbare Wetterunterstände dienen sollen.
- Die Anlage von 25 Infosäulen, die jeweils aus einer thematischen Infostele und einer kleinen Sitzbank bestehen. Im Außengelände führt das „Steinzeitmädchen Lotta“ die Kinder jeweils auf einem von den Texten für Erwachsene separierten Bereich der Infosäulen durch die Themen und stellt dabei Fragen und/oder fordert zu Aktivitäten vor Ort auf.
- Die Einrichtung eines Audio-Guide-Systems für das AÖZA-Gelände. Mit Hilfe des Audio-Guide-Systems sollen den großen und kleinen Besuchern u. a. an den nummerierten Infosäulen weiterführende, altersspezifische Informationen in Form von Einspielungen geboten werden. Die Möglichkeit für verschiedene thematische Rundwanderwege soll damit geben werden.
- Der Bau eines Zaunes, teilweise als „lebender (Busch-)Zaun“. Wesentlich für die Gewährleistung der Wirtschaftlichkeit des ARCHAEUMs ist eine mindestens partielle Abgrenzung des AÖZA-Geländes nach außen. Mehrere Eingänge sind in Form von Drehkreuzen vorgesehen, die mit Hilfe eines Chip-Systems bedient werden. Geplant ist diese auch aus Versicherungsgründen wichtige Umzäunung im Bereich vom ARCHAEUM-Gebäude über das Steinzeitdorf bis zum nördlichen Waldbereich. Eine Einzäunung des gesamten AÖZA-Geländes ist nicht geplant. Die Nutzbarkeit als Naherholungsgebiet für die Einheimischen bleibt bestehen.
- Die Anlage eines „archäologischen“ Naturspielplatzes (z. B. mit einer „archäologischen“ Kletteranlage, einer „Wolfsfanggrube“, mit aus Steinen und einem ausgehöhlten Klangbaum bestehenden Klangstationen, mit einer „Tierweitsprunggrube“ mit Angabe der Sprungweite verschiedener Tiere und einem „Expeditionsauto“) ist am AÖZA-Parkplatz vorgesehen. Hier kann auch ein Ausgrabungsbereich für (kleinere) Kinder fest installiert werden, in welchem „archäologische“ Strukturen wie Feuerstellen und kleine Funde wie Keramikscherben mit Handschaufel und Sieb zu entdecken sind.
- Die Anlage eines Teiches für Einbaumfahren: Ein ca. 400 m² großer und ca. 1 m tiefer Teich soll als Teil eines „Botanischen Gartens einheimischer und ehemals einheimischer Wildpflanzen“ für das Fahren mit mindestens 3 Einbäumen angelegt werden. „Steinzeitliche Einbaumrennen“ werden dann möglich sein.
- Eine Erosionssimulation: Am nördlichen Gieselauhang soll eine als „Erosionssimulation“ bezeichnete Konstruktion angelegt werden. Hier werden die durch bodenkundliche Forschungen nachgewiesenen Abtragungsphänomene der Steinzeit und des Mittelalters anschaulich dargestellt, so dass sie von Kindern nachvollzogen werden können. Hier soll es auch die Möglichkeit eigener Aktivität für Groß und Klein in Form von Bewässerungsexperimenten mit einer Brunnenpumpe geben.
- Die Rekonstruktionen von Steinzeitgrabformen: Bei den geplanten Rekonstruktionen steinzeitlicher Grabformen soll es sich um Anlagen handeln, die im AÖZA-Gelände nicht im Original vorhanden sind, die aber aus der Trichterbecherzeit überliefert sind. Konkret handelt es sich um frühe Langbetten in Holzbauweise, um aus Dänemark bekannte „Stone-Packing-Graves“ und um „normale“ Erd- und Brandbestattungen.
- Ein begehbarer Grabhügel ist auf halbem Weg zum Steinzeitdorf geplant. Hier werden Einblicke in eine „bronzezeitliche Bestattung“ mit Baumsarg und entsprechenden Beigaben möglich sein. An zwei Stellen sollen bekleidete Figuren mit bronzezeitlicher Kleidung aufgestellt werden, die per Audioguide über ihr Leben in der Bronzezeit berichten.
Neben den bereits genannten Maßnahmen sind weitere Neuanlagen vorgesehen, dazu gehören u. a. die Errichtung eines kleinen „Kulthauses“ vom Typ Tustrup im Steinzeitdorf, das auch als Vorlage für die Info-Pavillons dient, sowie der Bau einer „steinzeitlichen“ Opferstelle (mit Bohlenweg, Holzplattform und Palisade) im Feuchtgebiet am Horstenmoor/Gieselautal als faszinierende Aktionsstationen.



Die Gesamtkosten für die Erweiterungsmaßnahmen liegen bei rund 730.000,- €.

Die Gemeinde Albersdorf erhält zur Realisierung eine 70%ige Förderung durch das Land Schleswig-Holstein aus dem „Zukunftsprogramm Wirtschaft“






sowie weitere Fördermittel vom Förderfonds Nord der Metropolregion Hamburg (15 %).






Die Gemeinde Albersdorf hat dabei die verbleibenden Investitionskosten in Höhe von 15 % (ca. 110.000,- €) zu tragen.







Die Umwelt-Lotterie BINGO hat dabei bereits eine Förderzusage in Höhe von € 80.000,- an den Förderverein AÖZA e. V. für den Bau der Infopavillons, die Anlage der Infosäulen sowie die Erosionssimulation gegeben.

Donnerstag, 1. Januar 2009

Z aus Wissenswertes

Wissenswertes von A - Z

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Z

Zecken: ...mit zahlreichen Arten weltweit verbreitete Gruppe mittelgroßer bis sehr großer Milben; flache, derbhäutige, an Reptilien und Warmblütern Blut saugende Ektoparasiten. Durch Zecken können auf Mensch und Haustiere (bes. Rinder, Schafe) gefährliche Krankheiten übertragen werden. Es ist im Waldbereich und im höheren Gras geschlossene Kleidung zu tragen.

Zentrum: ...unser archäologisch-ökologisches Zentrum in Albersdorf mit den vielen Zeitzeugen aus Stein, nennt man auch "Die klassische Quadratmeile der Archäologie". Der Zusatz "Zentrum" ist in den Sammlungen des Museums und der Forschung begründet.

Ziegen: ...zählen mit den Schafen zu den ersten domestizierten Haustieren. In Zusammenarbeit mit dem Tierpark Arche Warder und der Perspektive Meldorf, sind auch alte Haustierrassen auf dem Steinzeitgelände zu sehen.

Y aus Wissenswertes

Wissenswertes von A - Z

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Y

Ytong: ...ein "Bau"- Stein der Neuzeit.

X aus Wissenswertes

Wissenswertes von A - Z

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

X

XML: XML-Schema ist eine Empfehlung des W3C zum Definieren von XML-Dokumentstrukturen. Anders als bei den klassischen XML-DTDs wird die Struktur in Form eines XML-Dokuments beschrieben. Darüber hinaus wird eine große Anzahl von Datentypen unterstützt.

W aus Wissenswertes

Wissenswertes von A - Z

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Wald: ...ein Wald ist ein Ökosystem, das dauerhaft mit Gehölzen wie Bäumen bewachsen ist. Wälder wären natürlicherseits in vielen nicht beweideten Teilen der Erde die vorherrschende Vegetationsform, werden hier jedoch insbesondere vom Menschen in ihrer Ausbreitung beschränkt. Bewirtschaftete Wälder werden auch Forste genannt.

Wanderungen: ...sind in einer Broschüre, erhältlich im Museum, ausführlich beschrieben. Sie können aber auch die Informationen der Downloadseite nutzen. mehr...

Weidelandschaft: ...die Weide ist landwirtschaftliches Grünland, das Vieh Nahrung in Form von krautigen Pflanzen, vornehmlich Süßgräser, bereitstellt. Im übertragenen Sinne spricht man auch von Weide, wenn Wildtiere eine Fläche beweiden, also abfressen. Im Gegensatz zur Wiese wird die Weide nicht zur Futterwerbung (Mahd für die Konservierung wie Heu- oder Silage-Herstellung) genutzt; ihr Aufwuchs wird von den Tieren abgefressen.

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Veranstaltungen: ...unsere Veranstaltungstermine können Sie hier in unserem Blog-Bereich sehen oder als PDF-Datei downloaden. mehr...

Vergünstigungen: ...durch unsere Kombi-Tickets können Sie beim Besuch von Museum und AÖZA - Steinzeitdorf bei den Eintrittsgeldern sparen, weitere Vergünstigungen können Sie als Mitglied im Förderverein geltend machen (...es lohnt sich Mitglied zu werden).mehr...

Verkauf:... in unserem Shop bieten wir Ihnen online unsere Angebote an. mehr...

Vielhornschafe: die fünf Vielhornschafe, die nun seit einigen Jahren den südlichen Teil des Archäologisch Ökologischen Zentrums Albersdorf (AÖZA) bewohnen, gehören schon zum Inventar.

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Umgebung: ...ist auf den Karten im Downloadbereich sehr gut beschrieben. mehr...

Unterirdische: ...siehe Puken, Zwerge in oder aus der Sagenwelt.

Unterkunft für Gruppen: ...gibt es in der Jugendherberge oder hier.

Urne: ...ein Gefäß aus Keramik zur Brandbestattung.

Urschädel von Barkenholm: ...vermutlich aus dem Mesolithikum und damit einer der ältesten Urschädel in Deutschland, hängt im Museum am Bahnhof.

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Totholz: ...durch kontrollierte Selbstüberlassung wird im Wald das Totholz zum Brutplatz von Kleinstlebewesen und trägt so zur Verbesserung der ökologischen Situation bei.

Trichterbecher: Die Trichterbecherkultur (TBK) (eigentlich Trichterbecherkulturen) ist eine jungneolithische Kulturgruppe (ca. 4.200–2.800 v. Chr.). Sie zählt zum nordischen Frühneolithikum und Mittelneolithikum. Sie ist benannt nach einer für die Kultur typischen Gefäßform, den Bechern mit trichterförmigem Hals. Sie wurde von Gustaf Kossinna definiert. Die Bezeichnung Trichterbecherkultur wurde 1930 von dem polnischen Archäologen Konrad Jazdzewski eingeführt .

Tumulus: ...ein Hügelgrab oder Grabhügel ist im allgemeinen eine Erdaufschüttung unter bzw. in der sich eine Grabstätte, oft auch Mehrfach-Bestattungen befinden. Unterhalb oder in Grabhügeln sind Körperbestattungen mit und ohne Baumsarg, Sarkophage, Steinkisten (aus zusammengestellten Steinplatten) oder hölzernen Kammern (Kammergräber), aber auch Urnengräber und loser Leichenbrand zu finden.

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Sammlungen: ...viele dieser von zum Teil privaten Sammlern, aus dem vorherigen Jahrhundert, zusammengetragenen Artefakte haben heute Einzug ins Museum am Bahnhof gefunden. Sie sind ein Zeugnis der Kulturen, die überwiegend in unserer Gegend gelebt haben.

Schalenstein Bunsoh: ...ein für ganz Deutschland einmaliger, besonders bearbeiteter Stein (Schälchen und Figuren, Hände, Füße und ein Rad) liegt in Bunsoh am Originalfundort und ist dort der Verwitterung ausgesetzt. Siehe hierzu den Bericht von Prof. Hirsch im AÖZA-Bd. III. Ein Abguß dieser Steinplatte liegt im Museum am Bahnhof.

Schulklassen: Das Programm 1 ist besonders für Schulklassen ab der Klasse 3 geeignet, während das Programm 2 für jüngere Klassen gedacht ist.

Selber machen: ...in allen unseren Programmen sind Sie zum Mit- und Selbermachen aufgefordert. mehr...

Shop: wir bieten Ihnen in unserem Shop und im Museum ein kleines Angebot an Artikeln zum Thema Steinzeit.

Spenden:... zu Spenden für unsere Tiere und unsere Erweiterungsaktionen (Steinzeitdorf) sind wir jederzeit aufgeschlossen. Im letzten Winter hatten wir einen guten Zuspruch an Unterstützung erhalten. So können Sie z. B. Pate eines Steinzeithauses werden. mehr...

Steinbeile:...sind Werkzeuge der besonderen Art, als Vorgänger der heutigen Eisenbeile, waren sie der gleichen Verwendung zugedacht, nur in ihrer Arbeitsweise, dass zeigte die experimentelle Archäologie, brauchte man mehr Zeit und eine etwas andere Technik in der Handhabung.

Steingräber:...oder auch Megalithgräber sind Bestattungsbauten.

Steinzeit: Name aufgrund der Erhaltbarkeit der Steine.

Steinzeitdorf:...unser AÖZA errichtet seit Jahren ein Steinzeitdorf, nach den neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft.

Steinzeitpark:...das vom Steinzeitdorf umgebene Gelände ist als Steinzeitpark durch einen mehrere Jahrzehnte umfassenden Landschaftsgestaltungsprozess in der Entstehung.